20260516, nachts

vorgestern durch einen der nebenliegenden parks gelaufen und die bänke waren alle gelb und ich dachte, gelb ist also jetzt einfach wieder gelb. manchmal fallen mir noch transparente an hauswänden auf, übriggebliebene erinnerungen. ich besuche m. und n. in kiryat shalom und wenn wir uns nicht über die situation in europa unterhalten, streiten sich beide lautstark, wer von ihnen antisemitismus verharmlost. die intensität überträgt sich in meinem körper. heute habe ich kopfschmerzen und kann erst abends das haus verlassen. sehe war diaries im habait theater und wie immer wenn ich einen ort aufsuche, der eigentlich zu a. gehört oder einer erinnerung an uns, fühle ich mich danach als hätte ich einen sieg errungen. irgendwann war mir aufgefallen, dass ich im februar oder märz 2024 im apartment der schauspielerin/ autorin des stücks gewohnt habe und das ist nicht nur merkwürdig, sondern macht das alles seltsam intim. e. sagt nach dem ende des stücks, dass wir zwar die ganze zeit über den krieg, die erfahrungen etc. sprechen, aber das es bisher wenige künstlerische auseinandersetzungen gibt.

irgendwas ist und ich kann es nicht greifen.