letzter tag in LA. auch wenig geschrieben, weil es wenig zu schreiben gibt. oder weil ich dachte, dass es wenig zu schreiben gibt. oder vielleicht weil ich nach sieben stunden im archiv und mindestens drei stunden busfahrt plus variierenden zeitlängen irgendwo rumstehens und auf den bus wartens einfach keine lust mehr hatte. zudem ganz einfach zu viele gefühle, eindrücke und gedanken, die kein klares bild ergeben. natürlich, weil ich kaum gesprochen und sie so geordnet habe. aber auch, weil die realitäten und momente und empfindungen beim wahrnehmen, sein und machen erstaunlich uneinheitlich sind. mittwoch letzter tag im archiv und nun zwei tage “frei” und mein blick auf die stadt und das hier-sein entspannt sich. doch noch ein cafe gefunden, in dem es sich schreiben lässt. eine komische fremdheit bleibt, ein nicht-verstehen der gegenüber. also jenseits der suggerierten offen- und freundlichkeit des grüßens auf den wegen und vor allem jenseits des grundsätzlich gewohnten. ich verstehe irgend etwas im grundsätzlichen nicht. das schafft nicht nur distanz und fremd-fühlen, sondern vor allem extreme unsicherheit und misstrauen. das ist, wie gesagt, in den begriffen nicht neu, sondern trotzdem irgendwie verschoben.